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FRÜHER
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Früher, ja früher Konnten wir den Kaiser sehn. Seine Krone, seinen Purpur Und den fetten Mann dazwischen, Den wir hassten. Doch bei alledem verloren wir die Hoffnung nicht.
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Weil, was sichtbar ist Auch vernichtbar ist.
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Und heute sieht man diese Kerle nicht mehr, Obwohl sie überall sind. Nur auf keinem Thron.
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Früher, ja früher Konnten wir die Bosse sehn, Ihre Stöcke und Zylinder Und das Portemonnaie dahinter. Und wir brüllten Tausendstimmig ihnen unser Kampflied ins Gesicht.
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Weil, was sichtbar ist Auch verdichtbar ist.
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Aber heute? Sogar wenn einem, der zufällig nicht Selber gut bezahlt in einer PR-Abteilung sitzt, Ein Reim zu so einem Multi einfällt – wer dort hat Ohren für dein Lied?
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Früher, ja früher Wählten wir Politiker Und Parteien und Ideen, Die man unterscheiden konnte. Weil wir wussten: Wer im Amt war, hatte die von uns gewählte Macht.
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Weil, wer sichtbar ist Auch verpflichtbar ist.
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Was kann heute ein Präsident, ein Kanzler, Ein Minister gegen die metanationalen Entscheidungen von einer Handvoll Konzernzentralen Ausrichten? Original genau nichts!
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Heute, ja heute Können wir nur eines tun: Wenn wir wollen, dass sich ändert, Was so still verschlimmert wurde: Wir verweigern Ihnen all das abzukaufen, was sie mächtig macht.
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Weil, was sichtbar ist Auch verzichtbar ist.
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