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Liedertexte --> Claudia Mitscha-Eibl --> Emanzipation

 
Text und Musik: Claudia Mitscha-Eibl
© Claudia Mitscha-Eibl, A-2100 Korneuburg


Emanzipation

emma01
Ich hab gehört,
man spricht hier von Emanzipation.
Sogar in der Kirche
wollen Frauen das jetzt schon.
Dabei sind Frauen bei uns
doch geehrt und gefragt,
hat ihnen das denn niemand gesagt?
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emma02
Frauen, die füllen die Kirchenreihn,
sind des Pfarrers unbezahlbare Helferlein,
halten Küche und Kirche und Pfarrhof rein,
ja was sollten wir ohne sie tun.
Frauen, bleibt bei eurer Frauenpflicht!
Überheblichkeit steht eurem Frausein nicht.
Hört auf das, was der Herr (was der Mann) zu euch spricht,
und laßt eure Arbeit nie ruhn!
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emma03
Meine Damen, was wollen Sie nun?
Aber klar, meine Damen,
wir schätzen Sie hoch,
denn was sollten wir ohne Sie tun.
Lesezeichen setzen

emma04
Ich habe gehört, Frauen suchen ihre Identität.
So laßt uns sehn,
was für sie in der Bibel steht.
Die ideale Frau, würd ich sagen, ist die:
ein bißchen Martha
und auch eine bißchen Marie.
Lesezeichen setzen

emma05
Frauen, die füllen die Kirchenreihn ...
Lesezeichen setzen

emma05
Meine Damen, was wollen sie nun?
Aber doch, meine Damen,
wir nehmen Sie ernst,
denn was sollten wir ohne Sie tun.
Lesezeichen setzen

emma06
Ich glaub, die Frauen haben heute
ihre Grenzen verkannt,
manche streben sogar nach dem Priesteramt!
Also wenn alle jetzt plötzlich
bestimmen wolln,
ich möchte wissen, welche Leute dann noch
dienen solln!
Lesezeichen setzen

emma07
Frauen, die füllen die Kirchenreihn ...
Lesezeichen setzen

emma08
Meine Damen, was wollen Sie denn nun?
Nur Geduld meine Damen, das alles braucht
Zeit, und was sollten wir ohne Sie tun.
Lesezeichen setzen

emma09
Der Sprüche und Phrasen sind es jetzt genug,
und viel schöne Worte sind doch nur Betrug,
drum ist es Zeit, daß wir zusehn,
was wirklich geschieht,
sonst bleibt es immer immer das gleiche Lied:
Lesezeichen setzen

emma10
Frauen, die füllen die Kirchenreihn ...
Lesezeichen setzen

emma11
Meine Damen, was meine Sie nun?
Es ist Zeit, daß wir zusehn,
was wirklich geschieht.
Vielleicht könnten Sie selber was tun?
Lesezeichen setzen
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