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  Zahlenbezeichnungen heute  
ein Vorschlag zur Straffung der deutschen Sprache Lesezeichen setzen
  Einleitung:  
Jeder spricht vom Datenhighway, aber sind wir uns auch bewußt, daß die Informationsgesellschaft, in der wir leben, in immer kürzerer Zeit immer größere Datenmengen bewältigen muß?

Viele der transportierten Informationen sind nach wie vor in einer dafür äußerst ungeeigneten Form, nämlich in menschlicher Sprache verfaßt. Und hier wiederum ist es die deutsche Sprache, die durch ihren ungebührlich hohen Grad an Kompliziertheit unangenehm hervortritt.

Jede Vereinfachung der deutschen Sprache kann nur begrüßt werden. Eine raschere Interpretation von Informationen ist die Folge. Die so gewonnene Zeit kann zur Aufnahme weiterer Informationen genutzt werden.

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  Die Erkenntnis:  
Zuerst ist es notwendig, die Problematik der Zahlenbezeichnung der deutschen Sprache zu erkennen. Rufen wir uns also die mühsamen Jahre der 1. Klasse Volksschule in Erinnerung. Der Zahlenraum 10 war ja noch einsichtig:

1 - eins, 2 - zwei, 3 - drei, 4 - vier, 5 - fünf, 6 - sechs, 7 - sieben, 8 - acht, 9 - neun, 10 - zehn.

Doch schon bei 11 - elf und 12 - zwölf gibt es eklatante Unstimmigkeiten.

Was ist an diesen beiden Zahlen so besonders, daß sie eine Ausnahme machen, ja eine eigene Bezeichnung verdienen. Tradition, niemals hinterfragte Gewohnheit, ist der einzige Grund für diese Sprachverirrung.

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  Die Sichtung:  
Hat man diese erste Hürde erfolgreich überwunden, die Überlieferungen und die Last der Jahrhunderte abgeschüttelt, wird der Blick frei und die Lage kann gesichtet werden. Lesezeichen setzen
  Was ist sonst noch faul ?  
Auch andere zweistellige Zahlenbezeichnungen sind inkonsequent!

Als Beispiel möge dienen:

21 - einundzwanzig, 44 - vierundvierzig oder 83 - dreiundachtzig.

Warum in aller Welt, wird die Einerstelle vor der Zehnerstelle genannt? Tut man das bei der 100er- oder 1000er-Stelle? Auch jetzt gibt es niemanden, der eine Antwort geben könnte, die auch nur ansatzweise befriedigt.

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  Aber wenn's nur das wäre !  
Im Gegenteil, es kommt noch dicker:
13 - dreizehn, 14 - vierzehn, 15 - fünfzehn usw.

Nicht einmal das Bildungsgesetz für die zweistelligen Zahlen wurde eingehalten!

Wo ist das 'und'?

Aus dieser Erkenntnis wird sogar Vertrautes wie 10 - zehn, 20 - zwanzig oder 30 - dreißig fremd.

Erst ab 40 - vierzig (vier-zig) wird es wieder stimmig.

Ein Grenzgänger ist 60 - sechzig, phonetisch fast korrekt, aber orthographisch gibt es kein Verstecken.

Und dann: 70 - siebzig - ein Sprachverbrechen!

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  Der Ansatz:  
Was ist zu tun?

Nur ein konsequenter, methodischer Lösungsansatz kann zum Erfolg führen.

Von 40 - vierzig, 50 - fünfzig usw. wissen wir, korrekt ist es, ein 'zig' anzuhängen.

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  Also:  
30 - dreizig, 20 - zweizig, zunächst noch ungewohnt 10 - einszig - ein paarmal halblaut gemurmelt und schon stellt sich Vertrautheit ein - und natürlich 60 - sechszig. (Achtung auf korrekte Aussprache!).

Letztlich 70 - siebenzig: so muß es sein.

Der nächste wesentliche Schritt ist die korrekte Reihung (sprich Einsziger-Ziffer zuerst) und die Entfernung des unnötigen Füllwortes 'und':

Also (beispielsweise): 22 - zweizigzwei, 54 - fünfzigvier, 68 - sechszigacht oder 93 -neunzigdrei.

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Nicht zu vergessen die Zahlen, die uns zu unseren Überlegungen führten:

11 - einszigeins, 12- einszigzwei aber auch 13 - einszigdrei, 14 - einszigvier usw.

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  Die Abrundung:  
Zu schön um wahr zu sein.

Aber haben wir auch an alles gedacht?

Unser methodisches Vorgehen führt uns unweigerlich zu: 100 - hundert oder 1000 - tausend.

Wie antiquiert, lächerlich, ja armselig erscheinen uns diese Bezeichnungen nun im neuen Licht.

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  Was ist hier zu tun ?  
Ganz einfach:
das Bildungsgesetz der zweistelligen Zahlen ist zu verallgemeinern und schon hat man z. B.: 100 - einszigzig, 200 - zweizigzig oder 3000 - dreizigzigzig.

Plötzlich entfaltet sich die volle Schönheit und die Pracht der neuen Zahlenbezeichnungen liegt vor unserem geistigen Auge. Wie rasch und wie gern nimmt der menschliche Geist doch Sinnvolles, das so nahe liegt, an.

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  Der Ausblick:  
Wenn wir eine präzisere und leichter faßliche Sprache wollen, so ist jeder einzelne aufgerufen, die neuen Zahlenbezeichnungen zu verwenden bzw. seinerseits die dahinterstehende Idee weiter zu verbreiten. Lesezeichen setzen
  Nur so  
werden die Anforderungen der Zukunft bewältigt werden können.

Geschrieben im Jahr des Herrn Einszigzigzigneunzigzigneunzigfünf zu Wien.

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